Immobilien, Unterhalt, Rente

Das kostet Scheidung wirklich

Viele lernen leider erst bei der Scheidung ihren Partner richtig kennen: der oder die verständnisvolle Kuschelbär/in wird plötzlich zum gefährlichen Raubtier. Schließlich geht es um Geld. Informieren Sie sich rechtzeitig, wie teuer Ihnen eine Scheidung zu stehen kommt.

Eine Scheidung kann jeden treffen – egal in welchem Alter. Die Anzahl der Trennungen der über 50-Jährigen nimmt seit den letzten Jahren stark zu. Ehen, die sich nach mehr als 25 Jahren scheiden lassen, gehen oft vor Gericht. Es steht viel auf dem Spiel: Beide Ehepartner haben seelisch und finanziell viel in die Beziehung investiert. Eine Scheidung kann zwar der Beginn eines neuen Lebensabschnittes sein, aber gleichzeitig eine hohe finanzielle Belastung bedeuten.

Es geht um Immobilien, Möbel, Vermögen

Finanziell kann eine Trennung nach mehr als 25 Jahren Ehe signifikante Auswirkungen auf das Einkommen haben. Im Durchschnitt sinkt das verfügbare Einkommen um mehr als 25 Prozent. Auch wenn eine Ehescheidung soziologisch und individuell nachvollziehbar ist, kann sie ökonomisch und wirtschaftlich gesehen problematisch sein. Bei Scheidungen in jüngeren Jahren steht meist das Sorgerecht der Kinder im Vordergrund. Bei älteren Paaren geht es vielmehr um Immobilien, Möbel und Geld. Sich scheiden zu lassen bedeutet ein großer Einschnitt in die wirtschaftliche Finanzsituation und viele Paare aus der Mittelschicht haben nach der Trennung zwei arme Haushalte.

Unterhalt und Altersversorgung

Die Aufteilung des Vermögens zwischen den beiden Ehepartnern steht an erster Stelle. Auch werden Leistungen in Zusammenhang mit der Erziehung von Kinder und des Verzichtes auf die Karriere miteinbezogen. Unterhaltszahlungen und Altersversorgung sind zwei weitere Kostenaspekte, die bei einer Scheidung miteinfließen. Beide Ehepartner betreiben nach der Trennung einen eigenen Haushalt, so dass die Kosten für Strom, Miete und Heizung überproportional steigen. Weitere Kostenaspekte betreffen vor allem die Versicherungen und Rentenansprüche.

So hoch sind die Gerichtskosten

Wie teuer ist eine gerichtliche Scheidung? Die Gerichtskosten setzen sich aus den Gebühren für das Gericht und den Rechtsanwaltskosten zusammen. Die Gebühren werden auf Grundlage des zu verteilenden Vermögens, dem Streitwert, berechnet. Je mehr Vermögen desto mehr Gebühren. Der Mindestbetrag liegt bei 2.000 Euro. Der Rechtsanwalt kostet das 1,3fache und die Termingebühren belaufen sich auf das 1,2fache des Gebührensatzes. Eine gerichtliche Scheidung kann teuer werden. Sie können mit Kosten im vierstelligen Bereich rechnen. Bei einer einvernehmlichen Scheidung willigen beide Ehepartner in die Scheidung ein und die Kosten für den Rechtsanwalt können dann geteilt werden. Es ist meist nur ein Gerichtstermin notwendig, so wird Zeit und Geld gespart.

Rosenkrieg oder friedliche Lösung?

Es geht bei der Ehescheidung um das finanzielle Auskommen beider Partien und oft artet dies in einem Rosenkrieg aus. Diese Trennungen können sich über mehrere Jahre vor Gericht hinziehen und bedeuten hohe Verlust für beide Seiten. Bei zerstrittenen Ehepartnern kann der angestaute Hass zu jahrlangen Verhandlungen führen. Dies bedeutet nicht nur hohe Kosten, sondern auch seelische Belastungen und viel Ärger.

Um sich diese finanzielle und seelische Belastung zu ersparen, ist eine einvernehmliche Scheidung der Idealfall. Wirtschaftlich ist das Ehepaar zwar noch eine Einheit, doch jeder kann für sich alleine leben. Sie sparen sich nicht nur die Gerichts- und Anwaltskosten, sondern auch den Versorgungsausgleich. Finanziell und menschlich ist dies am besten. Viel Zeit und Geld können Sie auch sparen, wenn Sie sich online schneiden lassen.

Fazit

Eine Scheidung ist bei älteren Ehepaaren längst kein Tabu Thema mehr. Um zu verhindern, dass die Scheidung zu einem Rosenkrieg ausartet sollten Sie eine einvernehmliche Lösung anstreben. Sie sollten offen mit dem Partner reden und so vermeiden, dass es zu einem finanziellen Ruin kommt.