Die schönsten Sammler-Automatikuhren

Der Schmuck des Mannes

Sie sind nicht besonders praktisch und müssen regelmäßig bewegt werden. Aber das Sammeln teurer Automatikuhren zählt zu den schönsten Hobbys überhaupt. Wir zeigen Ihnen eine Auswahl der schönsten Stücke.

Als Automatikuhr bezeichnet man eine mechanische Armbanduhr, bei der die Feder bei jeder Armbewegung durch einen Rotor in kleinen Schritten selbstständig aufgezogen wird. Der Rotor ist eine halbkreisförmige Scheibe im Inneren der Uhr, die wie eine Schwungscheibe funktioniert. Wird die Uhr leicht aus der Horizontalen gedreht, reicht dies bereits für eine 180-Grad-Drehung des Rotor. Die erste Automatikarmbanduhr entwickelte die Firma Leroy 1922. Automatikuhren sind also noch gar nicht so alt, wie viele meinen. Hier ist eine kleine Zusammenstellung mit den interessantesten Modellen der Automatikuhr-Geschichte – alles heißbegehrte Sammlerstücke.

Die Mutter aller Automatikarmbanduhren

Die Rolex Oyster Perpetual von 1931 gilt als die erste funktionsfähige Automatikarmbanduhr mit einseitig aufziehbarem Rotor. Die Rolex zieht sie sich selbst bei jeder Bewegung auf – fast wie bei einem Perpetuum mobile. Diese 1932 patentierte Technik ist bis heute die Basis von hochwertigen Automatikarmbanduhren.

Die Roger Dubuis Excalibur Quatour Silicon von 2013 ist mit 870. 000 Euro Anschaffungswert die teuerste Uhr der Welt. Das in der Manufaktur Roger Dubuis gefertigte Meisterwert besticht durch seine unglaubliche Präzision. Vier gemeinsame operierende Federn und ein Gehäuse aus reinem Silizium sorgen für eine gelungene Balance aus Form und Funktion. Besonderheit: 590 Einzelteile aus Silikon. Ja, richtig gelesen: Silikon ist vielfach härter als Stahl – und das bei deutlich geringerem Gewicht.

Die Vison des bekannten Uhrenmachers Richard Mille war, ein Uhrenwerk mit dem dem gleichmäßigsten Gang der Welt zu konstruieren. Ergebnis dieser Anstrengung ist die legendäre Richard Mille RM 031 Hight Performance. 80.000 Euro kostet dieses Schmuckstück mit seinen 26 eingebauten Juwelen. Das ist in dieser Liga vergleichsweise günstig:

588.000 Euro müssen Sie für die Audemars Piquet Royal Oak Offshare Grand Complication mit Mondphasenanzeige auf den Tisch legen. Schließlich ist das Schmuckstück aus 18-karätigem Weißgold gefertigt. Hinter dem metallisierten Saphirglas funkelt das charakteristische mehrfarbie Ziffernblatt.

Ein Unikat ist die aus 381 Einzelteilen gefertigten Harry Wirston Histoire de Tourbillon 5 mit einer Gangreserve von sagenhaften 50 Stunden. Für 519.000 Euro bekommen Sie eine wunderschöne Uhr aus 18-karätigem Rosé-Gold, verziert mit 57 Juwelen.

Aus 385 farblich aufeinander abgestimmten Einzelteilen besteht die Greubel Forsey Double Tourbillon 30 Grad Technique. Einzigartig ist ihr um 30 Grad geneigter Doppel-Tourbillon. Das Uhrwerk besteht aus Schwarzchrom, das Gehäuse ist aus Platin und Rotgold gefertigt. Durch ihre Bauweise zählt sie zu den interessantesten Uhren überhaupt. Kostenpunkt: 491. 000 Euro.

Am Design der Hublot MP 05 LaFerrari hat eine bekannte Sportwagenschmiede aus Maranello in Norditalien selbst mitgewirkt. Auch die Technik ist spitze: 11 Federhäuser sind in Serie geschaltet. Der Ferrari unter den Automatikuhren verfügt über eine 50-tägige Gangreserve.

Etwas ganz Ausgefallenes ist die Lange & Söhne, Lange 1 Tourbillon Ewiger Kalender. Wie der Name schon sagt, sind Sie was das Datum angeht mit dieser schönen Uhr immer uptodate. Der Tourbillon, der für Gleichlauf sorft, ist durch den Saphierglasboden zu erkennen. Dieses Liebhaberstück bekommen Sie schon für 264. 000 Euro.

Für wohlhabende Vielflieger dürfte die  Vacheron Constantin New Traditionelle reizvoll sein. Sie zeigt sämtliche Zeitzonen mit den dazu passenden Referenzstädten an. Praktisch. Mit einem Anschaffungspreis von 78.000 Euro zählt sie in dieser Liga sogar zu den günstigeren Automatikuhren.

Hier die schönsten Sammler-Automatikuhren im Überblick:

  1. Roger Dubuis Excalibur Quatour Silicon, Gehäuse reines Silicium, 870.000 Euro
  2. Richard Mille RM 031 High Performance, gleichmässigster Gang der Welt, 26 Juwelen, 800 000 Euro
  3. Audemars Piquet Royal Oak Offshore Grand Complication, wasserdicht bis 20 Meter, 588.000 Euro
  4. Harry Winston Histoire de Tourbillon 5, Unikat, 381 Einzelteile, 519.000 Euro
  5. Greubel Forsey Double Tourbillon 30 Grad Technik, 30 grad geneigtes Doppel-Tourbillon, 491.000 Euro
  6. Hublot MP-05 LaFerrari, mitentwickelt von Ferrari, 273.000 Euro
  7. Lange & Söhne Lange 1 Tourbillon Ewiger Kalender, Monate auf aussenliegendem Ring, 264.000 Euro
  8. Mountblanc Villeret 1858 ExoTourbillon Chronographe, Weißgold, 210.000 Euro
  9. Vacheron Constantin New Traditionnelle Weltzeituhr, alle Zeitzonen mit Referenzstädten angezeigt, 78.000 Euro