Living Apart Together (LAT)

Getrennt glücklich

Immer mehr Paare – vor allem im fortgeschrittenen Alter – entscheiden sich heute bewusst für eine Beziehung in getrennten Wohnungen. Dafür gibt es sogar ein Fachwort: Living Apart Together. Das „LAT“ hat Vor- und Nachteile.

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Ein Paar, zwei Wohnungen. Ursprünglich waren solche Partnerschaften ausnahmslos Fernbeziehungen: Also Paare, die meist aus beruflichen Gründen (noch) kein gemeinsames Zuhause aufbauen konnten. Heutzutage jedoch entwickeln sich alternative Beziehungsmodelle und die Vorstellung, dass jeder sein eigenes Reich behalten könnte – das erscheint vielen Paaren als attraktive Option. Sogar das Statistische Bundesamt hat sich auf diese neue Beziehungsform eingestellt und nimmt nicht mehr kategorisch an, dass Alleinlebende auch automatisch Single sind.

Nachteule trifft Frühaufsteher

Befürworter des LAT-Beziehungsstils sind vor allem Menschen, die vorzugsweise von den berühmten Kleinigkeiten einer Partnerschaft in die Flucht getrieben werden (etwa, zeitgleich zu Bett zu gehen, obwohl sie eigentlich eine Nachteule sind oder die Frage „Was wollen WIR heute machen?“). In getrennten Wohnungen können sie sich leichter auf eine Beziehung einlassen und sich ein sichereres Bindungsverhalten aneignen, was sich ausgesprochen positiv auf die Paar-Dynamik auswirken kann. LAT-Paare sind selten mit „junge Liebe“ zu beschreiben: Die meisten sind 40 aufwärts. Viele, besonders ab 50+, waren bereits verheiratet. Nicht zu vergessen: Die heutige 70+ Generation löste mit der Frage nach den getrennten Schlafzimmern eine kleine Revolution aus.

Zusammen mit Abstand

Trotz der zunehmenden Zahl an Paaren, die in getrennten Wohnungen leben, gilt das LAT-Modell noch immer als unorthodox. Viele Menschen sind skeptisch, ob eine solche Beziehungsform tatsächlich funktioniert und glücklich macht. Die Skepsis ist gerechtfertigt, denn es ist durchaus denkbar, dass Paare, die den Alltag nicht miteinander teilen, zwar nicht unter den klassischen Alltagsproblemen leiden, dennoch aber nicht den Grad an Intimität und Nähe herstellen können, wie es Paare tun, die sich alles teilen, darunter eben auch den eigenen, gemeinsamen Haushalt. Studien konnten jedoch nicht bestätigen, dass in Beziehungen von getrennt ebenden Paaren eine größere Unverbindlichkeit und weniger Intimität herrschen. Im Gegenteil ist die Zufriedenheit unter diesen Paaren größer, wenn sie nach dem partnerschaftlichen Miteinander auf sowohl emotionaler als auch körperlicher Ebene befragt werden. Allerdings ist laut diverser Untersuchungen der Anteil, der in eine Beziehung investiert wird, größer bei Paaren, die zusammenleben, sowohl in materieller als auch emotionaler Sicht.

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