Mutter-Tochter-Wochenende in Italien

Mama ist die Beste

Das Städtchen Asolo in Oberitalien ist die inoffizielle „Stadt der Frauen“. Hier regierte einst eine venezianische Prinzessin und noch heute ist das Bergdorf im Veneto die perfekte Adresse für ein Mutter-Tochter-Wochenende.

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Asolo, das von Giosuè Carducci als die Stadt der hundert Horizonte definiert wurde, besitzt eine der bezauberndsten Altstädte von ganz Italien. In seiner Ansammlung von antiken Mauern, die sich von der sogenannten „Rocca“, einer Festung aus dem 12. Jahrhundert verzweigen, bewahrt jede Ecke Zeugnisse der tausendjährigen Geschichte der Ortschaft. Asolo, ein faszinierender Ort auf den sanften Hügeln der Gegend, war von je her das Reiseziel von Poeten und Schriftstellern, Künstlern und Reisenden, die dort Inspiration und Harmonie fanden. Vor allem waren es immer wieder Frauen.

Die Stadt der Frauen

Die Geschichte Asolos ist untrennbar verbunden mit dem Schicksal der Caterina Cornaro. Die venezianische Prinzessin wurde im 15. Jahrhundert mit dem König von Zypern verheiratet, musste aber nach dessen Tod als Königin abdanken und fand Zuflucht in den Bergen oberhalb von Venedig. Einsam und verbittert wie sie war, scharte sie die damals führenden Künstler, Philosophen und Musiker aus der Lagunenstadt um sich und veranstaltete prunkvolle Soireen, hauptsächlich für die adeligen Frauen der Serenissima. Zeit ihres Lebens galten die Feste auf ihrem Schloss als früheste Zusammenkünfte emanzipierter Frauen. Die Legende um die „Stadt der Frauen“ hielt sich beständig – aber auch immer im Verborgenen. Anfang des 20. Jahrhunderts flüchtete sich Eleonora Duse, die größte Schauspielerin ihrer Zeit, vor dem notorischen Frauenhelden Gabriele d`Annuzio nach Asolo und scharte wiederum die intellektuelle Weiblichkeit ihrer Zeit um sich. Ihr folgte die Schriftstellerin und Vielreisende Freya Stark. Seit Mitte der achtziger Jahre waren es Frauen wie die ehemalige US-Außenministerin Madeleine Albright, die britische Regierungschefin Margaret Thatcher oder Präsidenten-Gattin Hillary Clinton, die die Romantik und Abgeschiedenheit Asolos suchten.

Das perfekte Mutter-Tochter-Wochenende

Asolo bietet seinen Besuchern im Grunde wenig herausragende Sehenswürdigkeiten, dafür viele romantische Plätze. Die Piazza Maggiore mit dem schönen Renaissancebrunnen, die Via Roberto Browning mit dem langen Arkadengang und Fassadenfresken aus dem 15. Jahrhundert und der Palazzo della Ragione mit dem Stadtmuseum sind ebenso sehenswert wie das Schloss von Caterina Cornaro (heute das Eleonoar Duse Theater) und das Castello Rocca aus dem 12. Jahrhundert. Im Dom Santa Maria di Breda, der auf den Fundamenten einer römischen Thermenanlage entstanden ist, findet sich ein Meisterwerk von Lorenzo Lotto: das Altarbild „Die Erscheinung der Jungfrau“. Die Casa Duse, das Haus der Schauspielerin Eleonora Duse selbst befindet sich im nordwestlichen Stadtteil. Begraben wurde die berühmte Schauspielerin am Friedhof des höher gelegenen Ortsteils Sant’Anna, wo auch die Schriftstellerin Freya Stark ihre letzte Ruhestätte hat. Bemerkenswert sind auch die zahlreichen prächtigen Villen am Weg dorthin.

Essen, Schlafen, Lesen, Bummeln

Es gibt nur zwei Hotels und zwei Pensionen in der kleinen Stadt. Dafür jede Menge kleiner, verträumter Lokale, in denen man die sogenannten „Cicchetti“, kleine venezianische Köstlichkeiten, genießen kann. Im Rosengarten des Hotels „Cipriani“ sitzt man neben dem Brunnen, der dem Froschkönig als Vorbild gedient haben könnte und blickt über die weite Ebene Venetiens bis hin nach Venedig. Jeden Samstag findet auf dem Marktplatz von Asolo ein großer Antiquitätenmarkt statt. Was also brauchen Mutter und Tochter mehr, als gut essen und trinken, bummeln, lesen und schlafen?

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