Alles Wissenswerte zur Hormonbehandlung

Die Testosteron-Therapie

Lange Jahre galt Testosteron als das Übeltäter-Hormon bärtiger, aggressiver, männlicher Muskelberge. Prof. Sommer von der Universitätsklinik Hamburg klärt auf: „Testosteron ist wichtig für die Gesundheit jedes Mannes.“

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Testosteron ist das wirksamste Androgen, das hauptsächlich in den männlichen Keimdrüsen, den Hoden, gebildet wird. Die kontinuierliche Abnahme von Testosteron in Verbindung mit dem Alterungsprozess des Mannes steht heutzutage außer Zweifel.

Betrifft Testosteron-Mangel jeden Mann?

Etwa ab dem 40. Lebensjahr nimmt das im Blut zirkulierende freie Testosteron jährlich um 1,2 % ab. Bei hoher interindividueller Streuung bedingt die durchschnittliche Verminderung des Blutspiegels von Testosteron, dass ab dem 50. Lebensjahr bei etwa 20 bis 30 % der Männer ein Androgen-Mangel auftritt.

Was sind die ersten Anzeichen?

Mit erniedrigten Testosteronspiegeln werden zahlreiche Symptome und nachteilige Veränderungen in Verbindung gebracht:

• Herabgesetzte Muskelkraft
• verringerte Knochendichte
• Neigung zu Fettleibigkeit
• Verminderung von Libido und sexueller Aktivität
• Verstimmung
• Leistungsabfall
• Antriebsminderung
• Wohlbefindlichkeitsstörungen
• Hitzewallungen (Schweißausbrüche)
• nachlassende Schlafqualität

Was kann Mann dagegen tun?

Wichtig ist, dass jeder Mann sich vor einer Hormonersatztherapie vom Facharzt untersuchen lässt. Eine unsachgemäße Behandlung kann unangenehme bis schwerwiegende Folgen haben.

Eine Hormonersatztherapie ist nur dann sinnvoll, wenn erniedrigte Testosteronspiegel vorliegen und andere Ursachen für diesen Mangel sowie mögliche Gegenanzeigen (z. B. Prostatakarzinom) ausgeschlossen werden können. Sprechen Sie daher unbedingt mit einem erfahrenen Facharzt für Männergesundheit, der eine gründliche Diagnose Ihres Hormonstatus vornimmt.

Welche Therapien gibt es?

1. Gel. Eine vergleichsweise neue Methode für die Verabreichung von Testosteron ist die Verabreichung in Form eines Gels. Das Gel wird einmal täglich im Bereich der Schultern, Oberarme, Innenseite der Oberschenkel, Rückseite der Waden oder auch am Bauch aufgetragen.
2. Injektionen (kurzwirksam). Hier wird das Testosterin vom Facharzt in Form einer Injektion verabreicht. Ein Nachteil dieser Form der Hormonsubstitution liegt darin, dass nach einer Injektion die Testosteronwerte sehr hoch ansteigen und danach bis zur Verabreichung der nächsten Injektion – alle 2-3 Wochen – wieder abfallen. Dieses hormonelle Wechselbad führt zu unerwünschten Wirkungsschwankungen und entspricht nicht dem natürlichen physiologischen Tagesrhythmus.
3. Injektionen (langwirksam). Neben den Gelen sind die langwirksamen Injektionen die sinnvollste Art einer guten Testosteron-Gabe. Hierdurch kann ein 12 bis 16 Wochen anhaltender und gleichbleibender Testosteronspielgel erreicht werden. Die langwirksamen Injektionen werden im Volksmund auch 3-Monats-Spritzen genannt.
4. Pflaster. Erhältlich sind Pflaster, die direkt auf die Haut des Rückens, der Oberarme, der Oberschenkel oder des Bauches aufgeklebt werden. Sie garantieren eine gleichmäßige Freisetzung des Hormons, wobei 60 % der Dosis in den ersten 12 Stunden und 40 % in den zweiten 12 Stunden abgegeben werden.
5. Depots. Hierbei handelt es sich meistens um Testosteron in kristalliner Form. Die Kristalle werden unter die Haut implantiert. Auf diese Weise können gleichbleibende Testosteronspiegel über einen Zeitraum von rund sechs Monaten erzielt werden. Danach muss das Implantat gewechselt werden.
6. Kapseln. Kapseln werden je nach Schwere der Symptome zwei- bis dreimal täglich genommen, um einen gleichmäßigen Testosteronspiegel zu erreichen und zu erhalten. Ein Nachteil ist, dass Testosteron, das über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen wird, sehr schnell in der Leber abgebaut wird, so dass die Wirksamkeit als fraglich eingestuft werden muss.
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